Skip to Content

Home > Deutschland > Bayern > München: Der blaue Reiter. Eine neue Sprache

< Previous | Next >


Wassily Kandinsky, Mit Sonne, 1911, Lenbachhaus, Gabriele Münter Stiftung 1957

Wassily Kandinsky, Mit Sonne, 1911, Lenbachhaus, Gabriele Münter Stiftung 1957

München: Der blaue Reiter. Eine neue Sprache Geändert

https://www.lenbachhaus.de/entdecken/ausstellungen/detail/der-blaue-reiter-eine-neue-sprache


12.03.2024 - 12.06.2024
Städtische Galerie im Lenbachhaus Luisenstraße 33 80333 München
Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen dem Lenbachhaus und der Tate findet vom 25. April bis zum 20. Oktober die Ausstellung "Expressionists. Kandinsky, Münter und der Blaue Reiter" in London statt, die zahlreiche Leihgaben aus unserer Sammlung präsentiert. Für das Lenbachhaus, das die weltweit größte Sammlung zur Kunst des Blauen Reiter beherbergt, bietet dies die Gelegenheit, Sammlungshighlights, die normalerweise nicht reisen, zusammen mit selten gezeigten Arbeiten der Künstler*innen des Blauen Reiter zu präsentieren und ihr Schaffen in einen größeren zeitgeschichtlichen Kontext zu setzen.

Die Wurzeln des Blauen Reiter reichen als Teil der umfangreichen Secessions-Bewegungen um 1900 bis zur Kunst des Jugendstils und des Impressionismus zurück. Die Grundfesten des Blauen Reiter wurden durch das Interesse an Volkskunst, Kinderkunst, japanischen Holzschnitten, bayerischen Hinterglasbildern und den internationalen Avantgarden gelegt. Der Fokus lag auf der freien künstlerischen Entfaltung und dem Austausch zwischen Künstler*innen wie Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Franz Marc, Maria Franck-Marc, August Macke, Alexej Jawlensky, Marianne von Werefkin, Robert Delaunay und Elisabeth Epstein. Gemeinsam suchten sie nach einer neuen Sprache in der Kunst, die den Ausdruck kollektiver Ideen, die Sichtbarmachung des subjektiv Erlebten, den transnationalen Dialog und eine visuelle Sprache für das Spirituelle oder Geistige zum Ziel hatte.

Die Neupräsentation fokussiert sich auf die Entwicklung dieser neuen Sprache und lenkt den Blick auch auf die unmittelbare Vorgeschichte des Blauen Reiter sowie seine Nachwirkungen. Sie zeigt, wie Künstlerinnen wie Katharine Schäffner, Gabriele Münter, Adriaan Korteweg und Paul Klee die Ideen des Blauen Reiter in ihren Werken weiterentwickelten. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs markiert das Ende des Blauen Reiter, aber die Protagonistinnen finden in den Kriegs- und Exiljahren zu neuen Bildsprachen, die etwa eine direkte Verbindung zum späteren Werk von Münter und Epstein mit der Neuen Sachlichkeit aufzeigen.

Teil der Neupräsentation ist ein kuratierter Bereich mit Bibliothek und Filmen. Die Bibliothek umfasst Literatur zu Diskursen und Themen, die für den Blauen Reiter relevant sind, von theoretischen Ansätzen zur Abstraktion bis zu sozialgeschichtlichen Fragestellungen wie den Beziehungen zum "Exotismus" und Kolonialismus. Zeitgenössische Filme, die um die Jahrhundertwende nach einer neuen Sprache suchten und Künstler*innen wie Münter beeinflussten, ergänzen die Ausstellung.

Die Ausstellung präsentiert etwa 250 Werke, darunter Gemälde, Grafiken, Hinterglasbilder, Fotografien und Skulpturen, und spannt den Bogen von der bewegten Zeit um die Jahrhundertwende bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Es werden auch lange nicht gezeigte Werke von Paul Klee und dynamische Abstraktionen von Wassily Kandinsky aus dem Jahr 1914 präsentiert. Zudem werden erstmals aktuelle Neuankäufe des Fördervereins des Lenbachhauses gezeigt, darunter Werke von Franz Marc, Maria Franck-Marc und dem im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Künstler Moissey Kogan.

Eingetragen am: Sonntag, 17.12.2023
Letzte Änderung: Montag, 26.02.2024


Ihre Stimme Fehler oder Änderung mitteilen