Friedrichshafen: Lisa Röing Baer. spark Neu
https://kunstverein-friedrichshafen.de/exhibition/spark/
17.04.2026 - 14.06.2026
Kunstverein Friedrichshafen Buchhornplatz 6 88045 Friedrichshafen
Tankstellen sind zu Symbolen der Gegenwart geworden, sind Schnittstellen von Alltag und System. Lisa Röing Baer präsentiert im Kunstverein Benzin-Zapfsäulen aus den Hoch-Zeiten der Petromoderne, einer Zeit, in der Erdöl reuelosen Fortschritt, Mobilität und Freiheit versprach. Die Zapfsäulen wirken im Ausstellungsraum wie Wächter, als hätten sie die Aufgabe, eine Ordnung zu sichern, die sich bereits zu verschieben begonnen hat.
Gerahmte Fotografien verrücken diese Strukturen in den Bereich des Alltäglichen: Hände, die aus Autofenstern ragen, Zigaretten zwischen den Fingern. Ein kurzer Moment, ein beiläufiges Bild, und doch liegt in dieser Geste eine ähnliche Logik – der Konsum, die Wiederholung, die Abhängigkeit.
In einem Bildpaar treten zwei Hände in Beziehung, ohne sich zu berühren, bleiben auf Distanz und sind doch verbunden durch eine gemeinsame Geste. Der Blick wandert zwischen ihnen, sucht nach Halt, findet ihn kurz und verliert ihn wieder.
Lisa Röing Baer fotografiert analog und entwickelt aus ihrem fortlaufenden Bildarchiv multimediale Ausstellungen, in denen Fotografien, Objekte und Texte in neue Zusammenhänge gesetzt werden. In ihren neuen Arbeiten untersucht sie, wie Systeme uns halten, selbst wenn wir ihre Brüchigkeit erkennen. Ausgangspunkt der Ausstellung ist ein Gefühl der Lähmung angesichts einer Welt im Wandel, in der das Bewusstsein für Krisen und das Fortsetzen vertrauter Gewohnheiten nebeneinander bestehen. Zwischen Bequemlichkeit, Betäubung und dem Versprechen von Zugehörigkeit entstehen Formen der Bindung an Systeme, die zugleich getragen und hinterfragt werden.
Gerahmte Fotografien verrücken diese Strukturen in den Bereich des Alltäglichen: Hände, die aus Autofenstern ragen, Zigaretten zwischen den Fingern. Ein kurzer Moment, ein beiläufiges Bild, und doch liegt in dieser Geste eine ähnliche Logik – der Konsum, die Wiederholung, die Abhängigkeit.
In einem Bildpaar treten zwei Hände in Beziehung, ohne sich zu berühren, bleiben auf Distanz und sind doch verbunden durch eine gemeinsame Geste. Der Blick wandert zwischen ihnen, sucht nach Halt, findet ihn kurz und verliert ihn wieder.
Lisa Röing Baer fotografiert analog und entwickelt aus ihrem fortlaufenden Bildarchiv multimediale Ausstellungen, in denen Fotografien, Objekte und Texte in neue Zusammenhänge gesetzt werden. In ihren neuen Arbeiten untersucht sie, wie Systeme uns halten, selbst wenn wir ihre Brüchigkeit erkennen. Ausgangspunkt der Ausstellung ist ein Gefühl der Lähmung angesichts einer Welt im Wandel, in der das Bewusstsein für Krisen und das Fortsetzen vertrauter Gewohnheiten nebeneinander bestehen. Zwischen Bequemlichkeit, Betäubung und dem Versprechen von Zugehörigkeit entstehen Formen der Bindung an Systeme, die zugleich getragen und hinterfragt werden.
Eingetragen am: Montag, 20.04.2026

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