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Christian Boltanski, « La Chambre ovale », 1967 © Adam Rzepka - Centre Pompidou, Mnam-Cci/Dist. RMN-GP © Adagp, Paris

Christian Boltanski, « La Chambre ovale », 1967 © Adam Rzepka - Centre Pompidou, Mnam-Cci/Dist. RMN-GP © Adagp, Paris

Paris: Christian Boltanski

https://www.centrepompidou.fr/en/lib/Exhibitions


13.11.2019 - 16.03.2020
Centre Pompidou Place Georges Pompidou, 75004 Paris
Mit einer großen Retrospektive blickt das Centre Pompidou auf das Leben und Werk eines der führenden zeitgenössischen Künstler Frankreichs zurück, der vor allem dafür bekannt ist, die Grenzen zwischen seinem Leben und seinem Werk zu verwischen. Als bildender Künstler, Fotograf, Bildhauer und Filmemacher eignet sich Christian Boltanski eine Vielzahl von künstlerischen Ausdrucksformen und Materialien an und erforscht immer wieder die Grenze zwischen dem Abwesenden und der Gegenwart.

Boltanski begann 1958 mit der Malerei. Ab 1967 wandte er sich von der Malerei ab und experimentierte mit anderen Ausdrucksformen, wie dem Schreiben von Briefen oder Akten, die er an Persönlichkeiten in der Kunstwelt schickte. Um sie zu erstellen, verwendet er Fotokopien, die er mit Originaldokumenten oder Fotos aus Familienalben mischt. So integriert er Elemente aus seinem persönlichen Universum in sein Werk, so dass seine Biographie zu einem seiner Hauptthemen wird. Gute Künstler haben kein Leben mehr, ihr einziges Leben ist es, zu erzählen, was jedem Menschen seine eigene Geschichte zu erzählen scheint.
Der Ausdruck "individuelle Mythologie", der einen Teil der Documenta 5 in Kassel betitelte, an dem er 1972 teilnahm, charakterisiert sein Werk perfekt: Er erzählt sein Leben in Form einer Fiktion, in der jeder sich selbst erkennt.
Boltanski kombiniert eine Kunst des Gedächtnisses mit einer kontinuierlichen Reflexion der Riten unserer westlichen Gesellschaft und hat ein sensibles und ätzendes Werk entwickelt, das als ein Zustand der klaren Wachsamkeit über unsere Kultur, ihre Illusionen und Ernüchterungen konzipiert ist.

Auf einem labyrinthischen Weg feiert diese Retrospektive, nach der ersten, die ihr 1984 vom Centre Pompidou gewidmet wurde, ein wesentliches Werk, das ganz im Einklang mit der Geschichte der Welt steht, in der wir leben.

Eingetragen am: Mittwoch, 31.07.2019
Letzte Änderung: Donnerstag, 22.08.2019


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