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Gera: Heinrich Reinhold und Otto Dix. Von Nah und Fern. Landschaftsbilder.
https://www.gera.de/tourismus-freizeit-kultur/museen/otto-dix-haus
05.10.2025 - 25.01.2026
Otto-Dix-Haus, Mohrenplatz 4, 07548 Gera
Heinrich Reinhold (1788 Gera – 1825 Rom) und Otto Dix (1891 Untermhaus b. Gera - 1969 Singen). Zwei Künstler aus zwei Jahrhunderten – und ihr Bild von Landschaft
Im 200. Todesjahr von Heinrich Reinhold möchte die Kunstsammlung Gera an das Schaffen des zu Lebzeiten von seinen Zeitgenossen sehr geschätzten Zeichners erinnern. Von den vielen Würdigungen seiner Mitmenschen ist eine am bemerkenswertesten: 1824 hat der Berliner Architekt Karl Friedrich Schinkel Heinrich Reinhold in Rom besucht. In einen Brief an seine Frau hat er dieses Ereignis geschildert: „Für mich und für Dich habe ich denn im eigentlichsten Sinne etwas Wirkliches von Kunst mitgebracht, welches an sich selten, ja einzig ist und dazu die Erinnerung der Reise auf immer zu halten im Stande ist. Es sind die Studien, welche der jetzt in Rom anwesende talentvollste junge Landschafter Reinhold an Ort und Stelle …gemacht hat.“ Die besondere Bedeutung dieser Ölstudien liegt in ihrem malerischen Reiz. Seine eindringliche Landschaftswahrnehmung die auch seine Zeichenkunst bestimmt machte ihn bis heute zu einem wichtigen Mitglied des deutsch-römischen Künstlerkreises des 19. Jahrhunderts. Sein früher Tod 1825 in Rom beendete eine hoffnungsvolle Kariere. Im Gegensatz zu Heinrich Reinhold beschäftigte sich Otto Dix nur temporär mit Landschaft als Motiv. Im frühen und späteren Schaffen beschreibt er Natur zwischen Naturalismus, Altmeisterlichkeit und später Expressivität. Ganz im Sinne der Romantik wird die Landschaft zum Schauplatz seines inneren Erlebens. Für den Großstadtmenschen Dix war der Rückzug in die Landschaft am Bodensee bis zu seinem Tod eine gewaltige Herausforderung.
Im 200. Todesjahr von Heinrich Reinhold möchte die Kunstsammlung Gera an das Schaffen des zu Lebzeiten von seinen Zeitgenossen sehr geschätzten Zeichners erinnern. Von den vielen Würdigungen seiner Mitmenschen ist eine am bemerkenswertesten: 1824 hat der Berliner Architekt Karl Friedrich Schinkel Heinrich Reinhold in Rom besucht. In einen Brief an seine Frau hat er dieses Ereignis geschildert: „Für mich und für Dich habe ich denn im eigentlichsten Sinne etwas Wirkliches von Kunst mitgebracht, welches an sich selten, ja einzig ist und dazu die Erinnerung der Reise auf immer zu halten im Stande ist. Es sind die Studien, welche der jetzt in Rom anwesende talentvollste junge Landschafter Reinhold an Ort und Stelle …gemacht hat.“ Die besondere Bedeutung dieser Ölstudien liegt in ihrem malerischen Reiz. Seine eindringliche Landschaftswahrnehmung die auch seine Zeichenkunst bestimmt machte ihn bis heute zu einem wichtigen Mitglied des deutsch-römischen Künstlerkreises des 19. Jahrhunderts. Sein früher Tod 1825 in Rom beendete eine hoffnungsvolle Kariere. Im Gegensatz zu Heinrich Reinhold beschäftigte sich Otto Dix nur temporär mit Landschaft als Motiv. Im frühen und späteren Schaffen beschreibt er Natur zwischen Naturalismus, Altmeisterlichkeit und später Expressivität. Ganz im Sinne der Romantik wird die Landschaft zum Schauplatz seines inneren Erlebens. Für den Großstadtmenschen Dix war der Rückzug in die Landschaft am Bodensee bis zu seinem Tod eine gewaltige Herausforderung.
Eingetragen am: Montag, 06.10.2025

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