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Richard Jackson, The Dining Room (Detail), 2006-2007, Courtesy the artist, Galerie Georges-Philippe & Nathalie Vallois, and Hauser & Wirth. Foto: Guillaume Grasset

Richard Jackson, The Dining Room (Detail), 2006-2007, Courtesy the artist, Galerie Georges-Philippe & Nathalie Vallois, and Hauser & Wirth. Foto: Guillaume Grasset

Frankfurt am Main: Richard Jack­son. UNEXPECTED. UNEXPLAINED. UNACCEPTED

https://www.schirn.de/ausstellungen/2020/richard_jackson/


06.02.2020 - 03.05.2020
SCHIRN KUNST­HALLE FRANK­FURT am Main Römer­berg D-60311 Frank­furt am Main
Wie kein ande­rer Künst­ler seiner Zeit hat sich Richard Jack­son der radi­ka­len Erwei­te­rung der Male­rei verschrie­ben. Der US-ameri­ka­ni­sche Künst­ler sprengt die forma­len Gren­zen des Male­ri­schen und schafft Situa­tio­nen, in denen er den Farb­auf­trag durch den Einsatz von Maschi­nen mit dem Prozess­haf­ten verbin­det. Die SCHIRN versam­melt erst­mals in einer Ausstel­lung fünf seiner insge­samt zwölf exis­tie­ren­den charak­te­ris­ti­schen Rooms – Raum­in­stal­la­tio­nen, die auf dem Prin­zip der auto­ma­ti­sier­ten Male­rei basie­ren. Zum Teil begeh­bar, zum Teil nur durch Fens­ter oder Guck­lö­cher einseh­bar, offen­bart die SCHIRN Einbli­cke in Bed Room (Schlaf­zim­mer, 2002), The Deli­very Room (Kreiß­saal, 2006/07), The Dining Room (Esszim­mer, 2006/07), The Maid’s Room (Dienst­mäd­chen­zim­mer, 2006/07) sowie The War Room (Kriegs­zim­mer, 2006/07). Jack­son kombi­niert hier kriti­sche Kommen­tare zur Male­rei mit sozia­len Kontex­ten, paart sie mit provo­ka­ti­vem Witz und Doppel­deu­tig­kei­ten sowie Refe­ren­zen auf ikoni­sche Werke von Künst­lern wie Marcel Duch­amp, Robert Rauschen­berg oder Jasper Johns. In den Räumen werden comi­car­tige Figu­ren, Tiere oder Gegen­stände zu Akteu­ren eines einma­li­gen Prozes­ses, bei dem Luft­kom­pres­so­ren und Pumpen satte Farbe durch Schläu­che und Trich­ter, durch Ohren, Münder und andere Körper­öff­nun­gen flie­ßen lassen, um sie jeweils auf Boden, Wänden, Einrich­tung und den Prot­ago­nis­ten selbst zu vertei­len. Die thema­ti­schen Zimmer doku­men­tie­ren eine vom Künst­ler losge­löste Male­rei, die ins Räum­li­che expan­diert. Wenn das Publi­kum die Fläche betritt, ist schon alles vorüber. Es wird zum Ermitt­ler des voraus­ge­gan­ge­nen spek­ta­ku­lä­ren Malakts und zum Voyeur skur­ri­ler Szena­rien.

Eingetragen am: Freitag, 13.12.2019
Letzte Änderung: Dienstag, 17.12.2019


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