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Karla Black, Installationsansicht der The Power Plant, Toronto, 19. Oktober - 30. Dezember 2018, Courtesy The Power Plant, Toronto, 2018, © Karla Black, Foto: Toni Hafkenscheid

Karla Black, Installationsansicht der The Power Plant, Toronto, 19. Oktober - 30. Dezember 2018, Courtesy The Power Plant, Toronto, 2018, © Karla Black, Foto: Toni Hafkenscheid

Frankfurt Main: Karla Black Neu

https://www.schirn.de/ausstellungen/2019/karla_black/


25.10.2019 - 19.01.2020
SCHIRN KUNST­HALLE FRANK­FURT Römer­berg D-60311 Frank­furt am Main
vom 25. Oktober 2019 bis zum 19. Januar 2020 präsentiert die Schirn Kunsthalle Frankfurt neue Arbeiten der schottischen Künstlerin Karla Black, die sie eigens für die Schirn Rotunde entwickelt.

Die Materialität von Skulptur ist ein zentrales Thema der Künstlerin. Black arbeitet mit klassischen skulpturalen Materialien ebenso wie mit Substanzen des täglichen Gebrauchs und der Kosmetik – mit Farbe, Gipspulver und transparentem Klebeband, mit Vaseline, Lippenstift und Nagellack. Das Zentrum der Schirn Rotunde nimmt die raumfüllende, transparente Skulptur Conditions (2019) ein. Black installiert dort eine Vaseline-Landschaft. Gehalten wird das Material von Zellophanfolie, die mit durchsichtigem Klebeband in sanfter Rundung wie eine Art Beutel angehoben wird und auf Höhe des Rotundenumgangs im ersten Obergeschoss befestigt ist. Die filigrane und leichte Wirkung der Skulptur ist von den spezifischen Gegebenheiten des Ortes sowie der Einwirkung des Lichtes geprägt und steht geradezu im diametralen Widerspruch zur materiellen Präsenz der Vaseline.

Die Textur, „das Anfühlen“, ist für ihre Auswahl ausschlaggebend. Sie arbeitet mit den Händen, verreibt, schmiert, mischt. Bei genauerer Betrachtung sind Spuren des kreativen Prozesses auf ihren Werken zu erkennen. Besonders deutlich werden diese künstlerischen Markierungen in der Schirn im ersten Rotundenumgang, auf dessen Glasscheiben Black mit Lippenstift, Lidschatten und anderen Farbmitteln Fingerabdrücke, Schlieren, Verwischungen anbringt. Diese Arbeiten kombiniert die Künstlerin mit weiteren Werken, in denen sie bemalten, farbigen Gazestoff, Glas und Spiegelflächen sowie Gold verwendet.

Karla Black (*1972 in Alexandria, Schottland) lebt und arbeitet in Glasgow. 2011 vertrat sie Schottland auf der 54. Biennale von Venedig und wurde im selben Jahr für den Turner-Preis nominiert. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.

Eingetragen am: Sonntag, 06.10.2019
Letzte Änderung: Samstag, 19.10.2019


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