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Ulay, S’HE, Auto-Polaroid, 1973–74 © Ulay. Courtesy Lena Pislak, private collection

Ulay, S’HE, Auto-Polaroid, 1973–74 © Ulay. Courtesy Lena Pislak, private collection

Berlin: Ulay, Ulay & Abramovic Neu

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28.11.2026 - 02.05.2027
Neue Nationalgalerie Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin
Vor fünfzig Jahren, am 12. Dezember 1976, „stahl“ Ulay Carl Spitzwegs „Der arme Poet“ (1839) aus der Neuen Nationalgalerie und brachte das Gemälde in die Wohnung einer türkischen Arbeiterfamilie nach Berlin-Kreuzberg. Ein halbes Jahrhundert später greift die Neue Nationalgalerie diese wegweisende Intervention mit der Ausstellung „Ulay, Ulay & Abramovi“ auf und bringt Ulays Werk an den Ort zurück, an dem eine seiner bedeutendsten Aktionen stattfand.

Ulay gilt als einer der bedeutendsten deutschen Konzeptkünstler, ist einem breiteren Publikum in Deutschland jedoch bis heute weitgehend unbekannt. Die Ausstellung möchte das ändern. Sie gibt Einblick in Ulays frühes künstlerisches Schaffen, darunter „S’he“ (1973–1974), eine Serie intimer Selbstporträts, die sich mit Identität und Transformation auseinandersetzt, sowie „FOTOTOT“ (1976), bei der unbelichtete bzw. nicht fixierte Fotografien unter Lichteinwirkung allmählich verschwinden. Die Arbeit ist Teil einer umfassenderen Reihe von Experimenten, in denen Ulay die vermeintliche Objektivität, Dauerhaftigkeit und den Beweischarakter des fotografischen Bildes hinterfragt und die Grenzen der Fotografie hin zur Performance und zu anderen Formen künstlerischer Aktionen erweitert. Darüber hinaus präsentiert die Ausstellung die einzigartige Zusammenarbeit zwischen Ulay und Marina Abramovi über einen Zeitraum von zwölf Jahren, von 1976 bis 1988.

Eingetragen am: Dienstag, 29.09.2026


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