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Lee Ufan From Point, 1973 162 x 112 cm Glue and mineral pigment on canvas Courtesy Gallery Yonetsu, Tokyo

Lee Ufan From Point, 1973 162 x 112 cm Glue and mineral pigment on canvas Courtesy Gallery Yonetsu, Tokyo

Berlin: Lee Ufan

https://www.smb.museum/museen-einrichtungen/hamburger-bahnhof/home/


27.10.2023 - 07.03.2024
Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart online: Invalidenstraße 50/51, 10557 Berlin-Mitte
27. Oktober – 7. März 2024: Der Hamburger Bahnhof präsentiert die erste große Überblicksausstellung des in Tokio lebenden Künstlers Lee Ufan in Berlin, einer wegweisenden Figur der japanischen Mono-ha- und der koreanischen Dansaekhwa-Kunstbewegung. Die Ausstellung umfasst fünf Jahrzehnte der produktiven Karriere des Künstlers und zeigt Gemälde, Arbeiten auf Papier und skulpturale Installationen, die mit der Sammlung der Minimal Art der Nachkriegszeit im Hamburger Bahnhof in Einklang stehen.
Der Hamburger Bahnhof präsentiert die erste umfassende Ausstellung des Malers und Bildhauers Lee Ufan in Deutschland. Lee gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Mono-ha-Schule in Japan und der Dansaekhwa-Bewegung in Korea, die parallel zu anderen minimalistischen Kunstströmungen entstand. Die Ausstellung zeigt etwa 50 Werke aus fünf Jahrzehnten seines künstlerischen Schaffens. Besonders bemerkenswert ist Lees langjährige Auseinandersetzung mit der Malerei, die durch ein außergewöhnliches Highlight hervorgehoben wird: Rembrandts berühmtes Gemälde "Selbstbildnis mit Samtbarett" (1634) aus der Berliner Gemäldegalerie wird erstmals im Hamburger Bahnhof präsentiert und steht in Dialog mit Lees eindrucksvoller Installation "Relatum – The Mirror Road" (2016/2023).

Mit seiner Kunst führt Lee die Besucher in die prägenden Kunstströmungen Japans und Koreas der 1970er-Jahre ein und ermöglicht einen neuen Blick auf eine Ikone der westeuropäischen Kunst.

Die Ausstellung gewährt einen Einblick in das Schaffen des koreanischen Künstlers Lee Ufan (geboren 1936, lebt und arbeitet in Kamakura, Japan), nahezu 50 Jahre nach seiner ersten Ausstellungsbeteiligung in der Kunsthalle Düsseldorf. Lees philosophische Schriften prägten das Künstlerkollektiv Mono-ha (deutsch: Schule der Dinge), das von 1968 bis 1975 in Tokio aktiv war. Mono-ha gehört zu den einflussreichsten Stilen der Nachkriegskunst in Japan. Die Künstler verbanden in ihren Skulpturen und Installationen natürliche Materialien wie Steine, Äste oder Erde mit industriellen Materialien wie Stahl oder Glas. Dieses Verständnis von Kunst als Neuanordnung der Dinge wird beispielsweise in Lees Skulpturen-Serie "Relatum" (ab 1968) deutlich.

In der Dansaekhwa-Bewegung setzten sich koreanische Künstler ab Mitte der 1970er-Jahre vor allem in monochromer Malerei mit Abstraktion und Materialität auseinander. Hiervon zeugen Gemälde aus Lees Serien "From Point" (ab 1973) und "From Line" (ab 1978). Im Garten des Museums wird die Skulptur "Relatum" (1977) aus der Sammlung der Nationalgalerie gezeigt, die erstmals seit 1985 wieder in Berlin zu bewundern ist. Während der Ausstellungsdauer wird auch eine künstlerische Intervention von Lee im Rembrandt-Saal der Gemäldegalerie präsentiert. Damit tritt Lee, der in seinen Werken immer wieder auf europäische Einflüsse verweist, in einen vielschichtigen Austausch mit den Werken Rembrandts.


Eingetragen am: Dienstag, 15.11.2022
Letzte Änderung: Dienstag, 17.10.2023


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