Skip to Content

Home > Deutschland > Nordrhein-Westfalen > Düsseldorf > Düsseldorf: Karl Schmidt-Rottluff Stipendium

< Previous


Düsseldorf: Karl Schmidt-Rottluff Stipendium Freya Hattenberger Kiss, 2010 3 Kanal-Installation mit Videoperformance Videostill Courtesy die Künstlerin und © VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Düsseldorf: Karl Schmidt-Rottluff Stipendium

http://www.kunsthalle-duesseldorf.de/


04.02.2012 - 09.04.2012
Kunsthalle Düsseldorf Grabbeplatz 4 D-40213 Düsseldorf
Mit der Ausstellung der Karl Schmidt-Rottluff Stipendiaten führt die Kunsthalle Düsseldorf eine langjährige Tradition des Hauses fort. Das Künstlerstipendium wird alle zwei Jahre vergeben und zeichnet sich durch einen vorurteilsfreien Blick auf die stringente Einzelleistung aus. Die Ausstellung präsentiert aktuelle Arbeiten der Stipendiaten von 2008 und 2010.

Die filigranen Zeichnungen Katja Eckerts (*1976) sind geprägt von reduzierten, aber prägnanten Formen sowie fabelhaften, teils uneindeutigen Motiven. Sie erzeugen eine latente Spannung, bewegen sich in einem Raum zwischen Erzählerischem und Abstraktion. Roland Gätzschmanns (*1979) zweifarbige, serielle Arbeiten beeindrucken durch die besondere Materialität und präzise Zusammensetzung: Je 216 quadratische Wachsplatten schaffen in ihrer Anordnung einen Rhythmus, der an bildhaft gewordene Zahlenfolgen erinnert. Auf spielerische Weise setzt sich Freya Hattenberger (*1978) in ihren Videoarbeiten und Fotografien mit der Verortung des Körpers im Raum auseinander: Erzeugt wird ein Reflexionsraum über die Voraussetzungen künstlerischen Schaffens, indem sie selbst Teil ihrer Kunstwerke wird. Hinter den seriellen Fotografien Sven Johnes (*1976), deren Motive zunächst leicht und poetisch wirken, verbergen sich gesellschafts- und sozialkritische Fragestellungen. Die meisten seiner Arbeiten entstehen aus ausführlicher Recherche und Archivarbeit. Alicja Kwades (*1979) skulpturale Inszenierungen präsentieren Gewöhnliches auf neue Art: Wenn gebogene Formen aus Holz, Stahl, Glas, Lichtröhren und Bronze um einen fiktiven Mittelpunkt kreisen, scheinen die physikalischen Gesetzmäßigkeiten außer Kraft gesetzt. Die Videoarbeiten von Cathleen Schuster (*1977) hinterfragen globale Marktstrukturen und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Basierend auf Archivmaterial sowie eigenen Aufnahmen, zeigen sie urbane, öde Landschaften. Die großformatigen Gemälde von Sibylle Springer (*1975) sind offene Interpretationsflächen, scheinen Raum und Gegenstand nur anzudeuten. Die assoziative Kraft ihrer Acryl- und Aquarelllandschaften wird verstärkt noch durch suggestive Titel wie White Noise oder Burst. Die psychedelische Video- und Soundarbeit von Eva Teppe (*1973), in der feines Silberbesteck schwerelos durch den Raum schwebt, erzeugt eine skurrile Atmosphäre, die sich mit der Wirklichkeit verbindet, sobald der Betrachter die Bestecke außerhalb der Blackbox entdeckt.


Eingetragen von:
am: Donnerstag, 19.01.2012


Ihre Stimme Fehler oder Änderung mitteilen